Dienstag, 12. Dezember 2017

14-09-2017 - Feuerwehr Jugend kann auch den Ernstfall

Nachwuchs-Übung des KBM-4.3-Bereichs – Neun Mannschaften im Einsatz

 
Stärke - und das nicht nur zahlenmäßig – demonstrierten die Jugendlichen aus neun Feuerwehren bei der Gemeinschaftsübung, in der es um einen angeblichen Brand der Grundschule Windorf ging. Foto Schmidt

Windorf. „Wie gewappnet sind wir im Ernstfall?“, „Welchen Ausbildungsstand haben wir?“ – Fragen wie diese werden regelmäßig im Bereich 4.3 von Kreisbrandmeister Georg Stelzer in diversen Übungen beantwortet. In allen dazugehörenden Feuerwehren wird akribisch der Fokus auf einen gut ausgebildeten, engagierten Nachwuchs gelegt. Vorstandschaften, Kommandanten und vor allem die Jugendwarte erweisen sich auch außerhalb des Feuerwehrdienstes als fantasievolle Animateure, um auch die Jugendlichen für die älteste Bürger-Hilfsorganisation zu begeistern. Das zeigte sich bei der jüngsten Übung in Windorf, zu der der Wehr-Nachwuchs aus Rathsmannsdorf, Garham, Schwarzhöring, Gaishofen, Otterskirchen, Eging, Hofkirchen, Aicha und Windorf antrat.

Simuliert wurde ein Horror-Szenario: ein brennendes Grundschulgebäude. 62 Jugendliche agierten unter den Fittichen von 36 Betreuern, Kreisbrandinspektor Alois Fischl, Kreisbrandmeister Georg Stelzer, Kreisjugendwart Robert Anzenberger und dessen Stellvertreter Stefan Käser, um das Feuer zu löschen und damit die Schule zu retten. Es galt, drei Wasserentnahmen aus dem nahen Perlbach, zwei aus Oberflurhydranten, eine aus einem Unterflurhydranten schnell und sicher zu händeln, 200 Meter B-Schläuche zu verlegen und mit 20 Strahlrohren gezielte Brandbekämpfung vorzuführen. Das Hand-in-Hand-Arbeiten klappte vorzüglich, das Zusammenspiel der beteiligten Nachwuchs-Kräfte „Feuerbekämpferinnen und -bekämpfer“ ließ keine Zweifel offen: Auf die heranwachsenden Feuerwehr-Dienstleistenden kann man sich verlassen.

Im Schulhof dankte Windorfs Kommandant Erich Krenn als Gastgeber für die eindrucksvolle Demonstration der Gruppen, die vor allem den Jugendwarten als Ausbilder zuzurechnen sei. Stellvertretender Kreisjugendwart Stefan Käser schickte den eindringlichen Appell hinterher, den Feuerwehren die Treue zu halten und unverzichtbare Hilfsdienste zu leisten: „Animiert eure Schulkameraden oder Arbeitskollegen, sich den Wehren anzuschließen. Jeder wird gebraucht.“ Bei einer Brotzeit zeigte sich nochmals das harmonische Miteinander. 

Quelle: Vilshofener Anzeiger vom 14.09.2017