Samstag, 29. Februar 2020

26-06-2019 - Vermisste gerettet, Brand bekämpft

112 Feuerwehrleute proben den Ernstfall bei der Firma Holz- und Maschinentechnik Markmüller
Von Franz X. Eder

Die Teilnehmer der Großübung im Gewerbepark Garham bei der Abschlussbesprechung auf dem Gelände der Firma Markmüller.

Garham. Das Schlagwort "Brand Lagerhalle B 4" bei der Firma Holz- und Maschinentechnik Markmüller im Gewerbepark Garham wurde ausgelöst und damit eine von drei Großübungen im KBI-Bereich Passau-Land Nord abgerufen. Gegen 19 Uhr herrschte reges Verkehrstreiben. Martinshörner waren zu hören, Blaulichter zu sehen. Die Feuerwehren Garham, Hilgartsberg, Hofkirchen, Eging, Schwarzhöring, Rathsmannsdorf und Schöllnstein (Landkreis Deggendorf) wurden zu dem angenommenen Brandfall angefordert. Innerhalb kürzester Zeit trafen 15 Einsatzfahrzeuge mit 112 Kräften ein.

Einsatzleiter vor Ort war Garhams Kommandant Erwin Schöfberger, Abschnittsleiter für die Brandbekämpfung und Personenrettung war 2. Kommandant Josef Feilmeier. Als Abschnittsleiterin für die Wasserversorgung war Gruppenführerin Johanna Feilmeier zuständig. Die Atemschutzüberwachung betreute Dominik Unertl. Außerdem musste noch die Einsatzbereitschaft für eine mögliche Alarmierung auf der A 3 sichergestellt werden. Verantwortlich hierfür war Markus Weinzierl.
 
Bei diesem Szenario kommt die Führungsunterstützungsgruppe zum Einsatz, sie war im Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr Hofkirchen angesiedelt. Hier liefen die Fäden zusammen, um den Einsatzleiter vor Ort zu unterstützen und einen Einsatz in dieser Größenordnung erfolgreich zu bewältigen.
Schnelles Handeln war geboten und so veranlasste der Einsatzleiter zunächst die Bergung der vermissten Personen. Drei Verletzte wurden angenommen, davon zwei in der stark verqualmten Lagerhalle, ein Mitarbeiter konnte auf das Dach des Bürogebäudes flüchten. Mit Atemschutz drangen die Feuerwehrler in das Gebäude ein. Mit der Drehleiter der Feuerwehr Eging wurde der Verletzte vom Dach gerettet. Die Aufgabe Personensuche und Rettung wurde von den Feuerwehrleuten erfolgreich bewältigt. Acht Atemschutztrupps waren eingesetzt.

Zwei Förderstrecken wurden von einem in unmittelbarer Nähe des Übungsobjektes gelegenen und von einem 350 Meter entfernten Überflurhydranten aufgebaut. Zusätzlich gab es Löschwasser aus dem Fahrzeug der Feuerwehr Garham und dem Tanklöschfahrzeug der FF Eging. Sechs C-Rohre und der Löschmonitor der Eginger Drehleiter wurden eingesetzt.
Bei der abschließenden "Manöverkritik" waren die überörtlichen Führungskräfte, Kreisbrandinspektor Alois Fischl sowie die Kreisbrandmeister Georg Stelzer und Christian Schneider, mit der geleisteten Arbeit zufrieden, die gesteckten Ziele wurden erreicht.
 
"Die bei der Planung des Gewerbegebietes eingeforderte Löschwassermenge war bei der Übung für den Grundschutz ausreichend", stellte der KBI fest. Ein Lob gab es von ihm für die Verantwortlichen der Garhamer wehr, denn: "Die Übung war bestens vorbereitet." Kommandanten und Gruppenführer hätten sich intensiv mit dem Brandschutz im Gewerbepark und damit auf mögliche Einsätze vorbereitet. Bestnoten verteilte er für die Übungsvorgabe mit den Schwerpunkten Atemschutzeinsatz, Wasserförderung und Ordnung.
 
Alois Fischl dankte auch der Familie Markmüller für die Überlassung des Übungsobjektes. "Es ist keine Selbstverständlichkeit mehr, dass uns solche Gebäude für die Ausbildung zur Verfügung gestellt werden", betonte er.
 
Bürgermeister Willi Wagenpfeil würdigte die Notwendigkeit dieser gemeinde- und landkreisübergreifenden Ausbildung. Industriebauten in dieser Größenordnung stellten besondere Herausforderungen dar, aber: "Die Übung trägt dazu bei, im Einsatzfall schnell und effektiv helfen zu können."
 
Markus Markmüller mit Ehefrau Michaela und Töchterchen Sophia waren beeindruckt von der erfolgreichen Übung und sind überzeugt: "Die Feuerwehren sind Garanten für die Sicherheit."
 
Die Teilnehmer der Großübung im Gewerbepark Garham bei der Abschlussbesprechung auf dem Gelände der Firma Markmüller.

Im Ernstfall nicht erlaubt, aber bei der Übung waren die Jugendfeuerwehren mit eingebunden, hier beim Löschangriff.
Erfolgreich abgeschlossen wurde die Übungsaufgabe Personensuche und Rettung vom Dach.
Der Löschmonitor wirft 2400 Liter Wasser in der Minute auf das Brandobjekt.
Fotos: Franz X. Eder
Franz
Franz X. Eder
Freier Mitarbeiter

Quelle :Vilshofener Anzeiger vom 26.06.2019
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