Dienstag, 12. Dezember 2017
 

eiko_icon Verkehrsunfall mit 3 PKW´s


Einsatzkategorie: Techn. Rettung > Verkehrsunfall
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Einsatzort Details:

BAB 3 KM 580
Datum: 03.07.2017
Alarmierungszeit: 12:24 Uhr
Einsatzende: 14:30 Uhr
Einsatzdauer: 2 Std. 6 Min.
Alarmierungsart: FME & Sirene
eingesetzte Kräfte :

Feuerwehr Garham
Feuerwehr Hilgartsberg
Feuerwehr Vilshofen
Feuerwehr Eging am See
KBM 4/3 Stelzer
KBI 4 Fischl
Technische Hilfeleistung

Einsatzbericht :

Keine Toleranz für Gaffer: Am Montag hat sich auf der A3 in Iggensbach ein Unfall ereignet. Eine Person ist dabei schwer verletzt worden. Noch während die Polizei im Einsatz war, um den Unfall aufzunehmen, fuhren einige Autofahrer mit dem Handy in der Hand an der Unfallstelle vorbei und filmten das Geschehen. "Das ist der Fluch der heutigen Technik", sagt Erster Polizeihauptkommissar Klaus Liebl von der Verkehrspolizeiinspektion Passau auf Nachfrage der PNP. Die Polizei griff durch und zeigte die Schaulustigen an.

Vor der A3-Anschlussstelle in Iggensbach in Fahrtrichtung Deggendorf hatte sich am Montagmittag wegen hohen Verkehrsaufkommens ein Rückstau an der Einfahrt in den Baustellenbereich gebildet. Ein Schärdinger Autofahrer bemerkte dies zu spät, fuhr auf einen auf dem rechten Fahrstreifen stehenden Kleintransporter auf und schob diesen noch gegen einen davor stehenden Lkw-Anhänger. Der Schärdinger wurde bei dem Unfall schwer verletzt und kam mit dem BRK ins Klinikum Deggendorf. Fahrer und Beifahrer des Kleintransporters wurden mit leichten Verletzungen ebenfalls ins Klinikum Deggendorf verbracht.

Der Wagen des Schärdingers wurde bei dem Unfall total beschädigt und musste ebenso wie der erheblich beschädigte Kleintransporter abgeschleppt werden. Der Anhänger wurde leicht beschädigt. Der geschätzte Gesamtschaden beläuft sich auf rund 21.000 Euro.

Während die Polizei den Unfall aufnahm, wurden sechs Fahrzeugführer angehalten, die mit dem Handy in der Hand an der Unfallstelle vorbeifuhren und das Geschehen filmten. So etwas würde "ständig" vorkommen, sagt Polizeihauptkommissar Liebl auf Nachfrage der PNP. Oftmals sei es den Polizisten aber nicht möglich, bei solchen Vorkommnissen durchzugreifen, da sie sich bei einem Unfall in erster Linie um die Beteilligten kümmern müssen. "Gestern hat das aber wunderbar geklappt", freut sich Liebl, auch wenn er weiß, dass sechs Autofahrer nur ein geringer Anteil derer sind, die gegafft und gefilmt haben.

Wegen der unerlaubten Handybenutzung während des Autofahrens erhalten sie nun alle Bußgeldbescheide in Höhe von 82,50 Euro sowie je einen Punkt in Flensburg.

 

Quelle: pnp.de

 

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